Liebe Gemeinde,
träumen Sie schon vom Frühling, vom Sommer? Von strahlend-blauen Himmel, üppiger Blütenpracht, lauen Abenden, vom Grillen und Schwimmen? Sind Ausflüge bereits geplant, der Urlaub vielleicht sogar schon gebucht? Vorfreude ist die schönste Freude, sagt man. Ich finde, da ist durchaus etwas dran.
Es macht Spaß, sich auszumalen, wie es wohl sein wird, die Phantasie spielen zu lassen, in Gedanken schon auf dem Berggipfel zu stehen oder den Geschmack der gerade frisch gepflückten Erdbeere auf der Zunge zu haben. Wie wunderbar, dass wir Menschen diese Fähigkeit besitzen, uns schon vorweg in Situationen hineinzudenken und hinein zu fühlen.
Die Bibel ist voll solcher Träume. Menschen glauben fest: Gott hält Großes für sie bereit. Die Wüste wird blühen, Bäche fließen, wo jetzt dürres Land ist. Menschen können sicher wohnen, Andere einladen und unter ihrem eigenen Weinstock das Leben genießen (Micha 4,4). Vor allem die Propheten des Alten Testaments versuchen so, ihrem Volk Mut zu machen in schwieriger Zeit, in der viele resignieren, keine Perspektive sehen. Die Propheten sagen:
Habt Vertrauen! Gott lässt euch nicht im Stich!
Für mich ist das keine Flucht aus der Realität, keine Vertröstung, sondern eine Kraftquelle. Hoffnungsbilder helfen damals wie heute, mit schwierigen Situationen zurecht zu kommen, sie durchzustehen. Menschen schauen über den Tellerrand, erheben den Blick, erweitern ihren Horizont. Lösen sich – vielleicht erst mal nur für einen Augenblick – von dem, was sie einengt und belastet. Atmen auf, atmen durch.
Träume können wirken wie ein Magnet, uns nach vorn ziehen, in Bewegung bringen. Vielleicht sind es zunächst nur kleine Schritte, aber immerhin.
Ich glaube, es ist gut, wenn wir uns auf etwas ausrichten, eine Perspektive entwickeln, etwas haben, auf das wir uns freuen können, worauf wir gespannt und neugierig sind.
Ich glaube, wir brauchen das als Einzelne und als Gemeinschaft. Ob es die Idee für einen Frühlingsspaziergang ist oder ein großes Fest, das viele zusammenbringt, die Umsetzung eines schon lange geplanten Projekts oder neue Möglichkeiten in der Region. Je konkreter es uns vor Augen steht, umso besser.
Ich wünsche eine gute Zeit - und Träumen unbedingt erwünscht!
Ihre Sabine Half, Pastorin
... und falls Sie ein persönliches Anliegen haben sollten, melden Sie sich doch einfach bei mir:
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Sonntag, 22.02.2026, |
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Freitag, 06.03.2026, |
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Sonntag, 15.03.2026, |
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Bild: Jahreslosung 2026, Acrylmalerei von Doris Hopf © Gemeindebriefdruckerei.de