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Heinrich Schütz, wer ist das?

Neulich erwähnte jemand, dass 2022 ein Jubiläumsjahr für Heinrich Schütz wäre. Heinrich Schütz? Wer war das doch? Wenn man diese Frage über das Internet bei Google eingibt, werden über 4 Millionen Ergebnisse gemeldet, darunter auch viele Wikipedia-Seiten, die sein Leben umfangreich beschreiben.

Geboren wurde er 1585 in Köstritz. Dorthin war die Familie seines Vaters aus Franken im 15. Jahrhundert hingezogen. Die Familie hatte wegen der Tätigkeiten des Vaters Stadtschreiber-Gastwirt-Guts-verwalter Kontakt zum Adel. So kam es, dass Heinrichs musikalische Begabung vom Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel entdeckt wurde und dieser ihn nicht nur zum Musiker ausbilden ließ, sondern ihm auch das Jurastudium in Marburg ermöglichte. Auch ein dreijähriges Studium beim Organisten Giovanni Gabrieli in Venedig finanzierte der Landgraf. Nach seiner Rückkehr wurde Schütz zunächst zweiter Organist beim Landgrafen und übernahm später die Leitung der Hofkapelle des sächsischen Kurfürsten in Dresden.

Der dreißigjährige Krieg beeinflusste auch die Lebensumstände der Mitarbeiter des Landesfürsten. Sie gingen zeitweilig außer Landes und nahmen auch Aufträge von anderen Adelshäusern an. So war Schütz von 1642 bis 1644 in Kopenhagen als dänischer Oberkapellmeister tätig. Außerdem arbeitete er als musikalischer Ratgeber der Fürstenhöfe in Hannover, Wolfenbüttel, Gera, Weimar und Zeitz. Es ist erstaunlich, wie unter solchen Bedingungen so viele großartige musikalische Werke entstehen konnten. Bis an sein Lebensende 1672 blieb Schütz Hofkapellmeister in Dresden.

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